Vom Fließen lassen

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Unser polar orientierter Verstand zerlegt auch durchweg alle dynamisch fließenden Prozesse in Gegensatzpaare wie Vorher-Nachher, Aufnehmen-Abgeben, Einatmen-Ausatmen und so fort. Dabei geht schnell der Blick auf das Ganze verloren.

Beim Atmen können wir dies bestens erkennen:

Mit der Geburt öffnen sich die Lungen und wir atmen das erste Mal TIEEEEF ein und dann wieder aus, wieder ein, wieder aus, millionenfach weiter bis zu unserem letzten Atemzug, der mit einem Ausatmen unser körperliches Leben beendet. 

Bei Astma fällt auf, dass die Menschen anscheinend keine Luft bekommen. Dies ist der Fall, weil sie in der Regel  meinen, nicht ausatmen zu können. Und so ist es mit Allem: Wenn frische, belebende, neue, energiereiche Impulse, Energien in uns hinein kommen sollen, sind wir dazu verdonnert, als Erstes abzugeben, auszuatmen, loszulassen. Umgekehrt funktioniert es nicht. 

Jede, teilweise tief verborgene Angst vor dem Loslassen behindert kurzum das Aufnehmen frischer Energien.

Und just dieser Umstand führt – teilweise kaum zu erkennen – zu Stagnation, zu hoher Anspannung, zu Angst vor Veränderungen und so weiter.

Als allerersten Schritt auf dem Weg zur Findung von neuen Antworten und Perspektiven im Leben ist es wichtig zu erkennen, dass abegegeben, losgelassen werden muss. Sind es alte Möbel, die weg können, muss ein Job abgeschlossen werden? Muss tiefes Ausatmen gelernt werden, müssen körperliche Schlacken ausgeschieden werden?

Dies ist existenziell. Es gilt: Durch Abgeben des frischen Energien den Zutritt zu ermöglichen.

Am Besten kann man zu jeder Zeit mit der Beobachtung des eigenen Atems beginnen:
Beobachte deinen Atem, vll. in Gestalt des Luftstroms an deiner Nasenöffnung oder am An- und Abschwellen des Bauchraums. Beobachte, wie der Atem geht und kommt und geht und kommt….

Nach einer Weile wirst DU merken, dass Du tiefer ein und auszuatmen beginnst.
 

Spüre, wie DU mit jedem Ausatmen Altes, Verbrauchtes zur Regeneration an den lebendigen Kreislauf zurück gibst.

Spüre, wie Du mit jedem Einatmen aus dem lebendigen Kreislauf Frisches, Neues, Lebendiges aufnimmst.

Inneres Wissen, äusseres Wissen

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Immer wieder werden GEGENSÄTZE gegenübergestellt. Was uns so selbstverständlich vorkommt, ist es keinesfalls: Es ist erlernt, und unser sogenannter VERSTAND ist geschult worden so zu denken und dummerweise auch so zu bewerten: Er zerlegt also die wahrgenommenen Phänomene gerne in Gegensätze wie hell-dunkel, leicht-schwer, links-rechts, weiblich-männlich, Schlaf-Wachsein usw. und bewertet auch gerne direkt auf diese Weise. 

Menschen, welche meine, dass sie selbst genauso wahrnehmen, verraten dem Kundigen sofort eines: Sie identifizieren sich selbst mit ihrem Verstand. Das bedeutet zugleich, dass ihr Kanal zu den Wissensebenen der Intuition/des Hyperraums eingeschränkt ist. Es bedeutet ebenso, dass für sie eher gilt, dass sie sich allein und abgegrenzt von dem Ganzen fühlen, allein anstatt all-eins.

Eine typische Sichtweise des Abendlandes ist dies. Wichtig ist es zu verstehen, dass UNSER WAHRES WESEN eine Art zeit- und raumunabhängiges Gewahrsein ist, eine Art von zeitloser Aufmerksamkeit. Und diese kann sich mit Phänomenen verbinden und eins mit ihnen sein.

 

Verbindet sich diese Aufmerksamkeit mit Körper und Gefühl, so SIND WIR Körper und Gefühl.

Verbindet sie sich mit den Gehirnzentren, die den Verstand bilden, so SIND WIR Verstandesdenken.

Verbindet sie sich mit den neuronalen Netzwerken im Bauch, so SIND WIR Bauchdenken.

 

Und das können wir lernen. Im Grunde können wir auch lernen, uns mit den WISSENSEBENEN des HYPERRAUMS zu verbinden. Menschen, die dieses leben können, sind die weisesten Menschen der Welt, denn sie können auf sämtliches mögliches Wissen zugreifen, können Fragenden Rat geben. Wo steckt dieses Wissen, so fragen viele Menschen? Steckt es IM MENSCHEN oder befindet es sich AUßERHALB? Genau HIER greift, wie wir nun merken, der Verstand in etwas ein, was er nicht versteht. Er versteht Gegensätze. Insofern lautet die Antwort anders:

DIESE EBENEN SIND ÜBERALL,
UNABHÄNGIG VON ZEIT & RAUM 

Verbinden kann man sich mit ihnen zu jeder Zeit, der Prozess ist vergleichbar dem Einstellen eines Radios auf einen bestimmten Sender UND dem Verbinden der Aufmerksamkeit mit diesen Kanälen. Und just das bekommst Du in unseren ISC-Trainings vermittelt.